Alles über E-Books

Kategorie: E-Books Allgemein

Eine kleine Geschichte der E-Books

Die Geschichte der E-Books geht länger zurück, als manche von Ihnen sich das vielleicht vorstellen konnten. Die meisten von uns verbinden mit dem Begriff E-Books vor allem auch E-Book-Reader, also spezielle Lesegeräte. Dass die Geschichte tiefer geht sehen wir daran, wenn wir uns die Definition des Begriffs E-Book im Gabler Wirtschaftslexikon anschauen:

Ein E-Book ist ein elektronisches Buch. Es wird mit einem Handy, Smartphone, Reader, Tablet oder einem anderen elektronischen Gerät, das mit einem Display ausgestattet ist, gelesen und betrachtet. […]

Laut dieser Definition ist also jedes Buch, dass Sie als PDF-Datei auf Ihrem PC lesen, ein E-Book. Und Computer und PDF-Dateien gibt es schon deutlich länger als E-Book-Reader. Aber die Geschichte der E-Books startet bereits vor dem PDF-Standard.

Die Geschichte der E-Books

Die folgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die Entwicklung der E-Books. Weiter unten gehe ich dann detaillierter auf die einzelnen Punkte ein.

ZeitraumEntwicklungErklärung
1971Gründung Project GutenbergMichael S. Hart von der University of Illinois tippt die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten ab und gründet Project Gutenberg.
1980er und 90er-JahreVerbreitung über DatenträgerErste E-Books verbreiten sich über Disketten und CD-ROMs.

Mona Lisa Overdrive von William Gibson erschien auf Diskette und kann als erstes kommerzielles E-Book angesehen werden.
1990erErste Lesegeräte für E-BooksMit dem Sony Data Discman (1990), dem Apple Newton (1993) und dem Rocket eBook von NuvoMedia (1998) erscheinen die ersten speziellen Lesegräte für E-Books.

Diese sind kommerziell noch nicht erfolgreich.
2004Erster kommerziell erfolgreicher E-Book-Reader und E-Ink-TechnologieDie Entwicklung der E-Ink-Technologie (elektronische Tinte) ist ein Meilenstein bei der Weiterentwicklung von Lesegeräten.

Der Sony Librié kommt 2004 auf den Markt, nutzt E-Ink-Bildschirme und ist der erste erfolgreiche E-Book-Reader.
2007Amazon steigt in den E-Book-Markt einAmazon entwickelt das System Kindle, das sich aus Lesegeräten und E-Book-Shop zusammensetzt. Der Kauf von E-Books wird dadurch vereinfacht.
Um das Jahr 2010 herumSmartphones und Tablets setzen sich durchSmartphones und Tablets setzen sich immer mehr durch. Durch diese Geräte gibt es mehr Möglichkeiten, E-Books zu lesen.
2013Gründung der Tolino-AllianzBuchhändler wie Thalia oder Hugendubel gründen mit Tolino ein Konkurrenzsystem zu Kindle.

Project Gutenberg

Wir können den 1. Dezember 1971 als den Start der E-Books ansehen, auch wenn damals dieser Begriff vermutlich noch nicht verwendet wurde. An diesem Tag gründete Michael S. Hart das Project Gutenberg. Der Name Gutenberg bezieht sich natürlich auf Johannes Gutenberg, den Erfinder des Buchdrucks.

Hart bekam 1971 am Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten ein Exemplar ebendieser Unabhängigkeitserklärung geschenkt. Er kam auf die Idee, die Unabhängigkeitserklärung auf seinem Computer abzutippen und begann noch am selben Abend damit. Während Bücher in digitaler Form für uns heute selbstverständlich sind, war das damals schon eine fast revolutionäre Idee.

Harts Ziel war es, Literatur in digitaler Form frei zugänglich zu machen. Er gründete das heute immer noch bestehende Project Gutenberg und tippte viele weitere Bücher ab. Hart teilte diese Bücher zunächst über das Intranet der University of Illinois, wo er als Hochschullehrer angestellt war.

Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte entwickelte sich Project Gutenberg zu einer riesigen, kostenlosen Bibliothek für Bücher in digitaler Form. Bücher können dann kostenlos angeboten werden, wenn das Urheberrecht des Autors erloschen ist. Heute werden Bücher in aller Regel nicht mehr per Hand abgetippt, sondern es kommen Buchscanner und andere Software zum Einsatz.

Verbreitung über Disketten und CD-Roms

Michael S. Hart hatte den Stein ins Rollen gebracht. Nun mussten sich E-Books natürlich auch auf andere Weise verbreiten als nur innerhalb der Rechner der University of Illinois.

Als erstes kommerziell verbreitetes E-Book kann Mona Lisa Overdrive von William Gibson angesehen werden. Dabei handelt es sich um den dritten Teil der Neuromancer-Trilogie. Mona Lisa Overdrive wurde 1988 veröffentlicht, und das besondere war, dass Leser das Buch auch auf Diskette erwerben konnten (die ganz Alten unter uns erinnern sich noch an Disketten).

Etwas später erschienen manche E-Books auch auf CD-ROM. Beispiele sind Programmierbücher, denen oft CD-ROMs beilagen. Auf diesen Datenträgern waren dann nicht nur Programmierbeispiele enthalten, sondern auch Teile des Buchs.

Bis hier bewegen wir uns aber immer noch in einer sehr breiten Definition des Begriffs E-Book. Die ersten E-Books wurden alle auf dem Desktop-PC gelesen, da dies das einzige elektronische Gerät war, welches für diesen Zweck zur Verfügung stand. Schon Anfang der 90er-Jahre aber kamen die ersten E-Book-Reader auf den Markt.

Erste speziell für E-Books erstellte Geräte scheitern

Im Jahr 1990 erschien der Data Discman von Sony in Japan. Ein Jahr später war das Gerät auch in den USA im Handel erhältlich. Weitere Geräte mit E-Book-Funktion waren der Newton von Apple (1993) sowie Rocket eBook von NuvoMedia (1998).

Der Data Discman von Sony (hier eine spätere Version) kann als erster E-Book-Reader angesehen werden | Quelle: Wikimedia Commons

Diese Geräte waren die ersten, welche an die heutigen E-Book-Reader erinnern. Wie so oft gab es aber noch einige Anlaufschwierigkeiten. Diese erste Generation der E-Book-Reader war ziemlich klobig und schwer, hatte wenig Speicherplatz, schlechte Displays und der Preis war auch nicht ohne.

Es ist nicht großartig verwunderlich, dass sich diese Geräte nicht durchsetzten. Sie waren erstens zu teuer und zweitens viel zu unhandlich und schwer. Ein Vorteil von E-Books ist, dass sie erstens günstig sind und sie zweitens keinen Platz wegnehmen. Das war bei den Geräten der ersten Generation beides nicht der Fall.

Trotzdem war die Entwicklung dieser ersten E-Book-Reader ein wichtiger Meilenstein. Durch sie festigte sich der Gedanke, dass spezielle Geräte zum Lesen von E-Books möglich sind und man sich nicht nur auf normale Computer verlassen muss. Nur etwas Weiterentwicklung war noch nötig.

Erste kommerziell erfolgreiche E-Book-Reader und E-Ink

Diese Weiterentwicklung kam im neuen Jahrtausend. Der Sony Librié war 2004 der erste erfolgreiche E-Book-Reader. Zum Einen hatte dieses Gerät eine längere Akkulaufzeit, mehr Speicherplatz und eine bessere Form.

Sony entwickelte den ersten Reader mit E-Ink | Quelle: Wikimedia Commons

Die wahre Sensation war aber, dass Sony hier erstmals die E-Ink-Technologie einbaute. Diese Technologie hat einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Displays. Das Lesen erinnert mehr an des Lesen eines gedruckten Buchs als an einen elektronischen Bildschirm. Weitere Vorteile und Besonderheiten habe ich in dem im ersten Satz dieses Absatzes verlinkten Artikel beschrieben.

Die Entwicklung der E-Ink-Technologie und der Erfolg der ersten Lesegeräte von Sony machten den Weg frei für den Siegeszug der E-Book-Reader.

Kindle erobert den E-Book-Markt

Im Jahr 2007 stieg Amazon mit Kindle in den E-Book-Markt ein. Der erste Kindle erschien im November 2007 in den USA. Er kostete damals $399. In Deutschland und vielen anderen Ländern war Kindle ab Oktober 2009 erhältlich.

Amazons Markteinstieg ist aber nicht nur deshalb ein Meilenstein in der Verbreitung von E-Books, weil der Konzern einen großen Namen hat. Auch der Kauf wurde vereinfacht. Mit einem Kindle konnten Nutzer nun gekaufte E-Books sofort auf dem Kindle lesen. Auch bot der E-Book-Shop von Kindle eine deutlich größere Auswahl an als die Vorgänger.

Eine weitere durch Kindle eingeführte Neuerung war die Einführung von Kindle Unlimited im Jahr 2014. Damit wurde der Streaming-Gedanke (siehe beispielsweise Netflix) auch auf E-Books übertragen.

Verbreitung von Smartphones und Tablets

Die Einführung des ersten iPhones im Jahr 2007 sowie des ersten iPads im Jahr 2010 hatte auch Einfluss auf E-Books. Smartphones und Tablets wurden nun immer verbreiteter.

Dies hat daher Einfluss auf E-Books, da mehr Nutzer nun Smartphone oder Tablets zum Lesen nutzen. Dies kann Vorteile haben, da man sich Geld für ein weiteres Gerät spart und der farbige Bildschirm bei bestimmten Arten von E-Books geeigneter ist.

Gründung der Tolino-Allianz

Im deutschsprachigen Raum kam es 2013 zu einem weiteren wichtigen Schritt in der Verbreitung des E-Books. Nachdem E-Books immer beliebter wurden und immer mehr Menschen diese beim Marktführer Kindle (Amazon) kauften, reagierte der Buchhandel.

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Mehrere Buchhändler wie Thalia, Hugendubel und (das mittlerweile nicht mehr existierende) Weltbild schlossen sich zur sogenannten Tolino-Allianz zusammen. Sie bauten damit ein Konkurrenzsystem zu Kindle auf.

Tolino ist heute neben Kindle das bekannteste System für E-Book-Reader und E-Book-Shops. Wer einen Tolino hat, kann E-Books bei allen Teilnehmern der Allianz erwerben. Tolino hat, wie auch Kindle, günstige aber trotzdem hochwertige E-Book-Reader im Angebot.

Was bringt die Zukunft?

In den letzten Jahrzehnten hat es also einige Neuerungen und Weiterentwicklungen gegeben, die wir heute als Standard ansehen (beispielsweise E-Ink). Die Weiterentwicklungen werden natürlich hier nicht aufhören. Nach dieser Übersicht über die Geschichte der E-Books können wir uns daher auch einen kleinen Ausblick erlauben.

Das gedruckte Buch wird meiner Meinung nach nie verschwinden, was ich auch gut finde. Das E-Book ist aber auf jeden Fall hier, um zu bleiben. Eine aktuelle Neuerung ist zum Beispiel ein Farbdisplay, das auf E-Ink-Technologie basiert. Dieses könnte sich in Zukunft noch mehr durchsetzen. Dadurch könnten auch die Unterschiede zwischen E-Reader und Tablet immer mehr verschwinden.

Ein weiterer Begriff, den man häufiger hört, ist Enhanced E-Book oder Augmented Reality E-Book (augmented = erweitert). Hierbei wird das klassische Lesen mit Multimedia-Inhalten wie Videos verknüpft. Auch der aktuelle Siegeszug der Künstlichen Intelligenz (KI) dürfte einen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung haben.

Die Geschichte der E-Books ist also noch lange nicht abgeschlossen und es bleibt auch in Zukunft spannend.

E-Books auf dem Tablet lesen: Was Sie dazu wissen müssen

E-Book-Reader und Tablets sehen sich auf den ersten Blick erst einmal recht ähnlich. Die Funktionen und auch die Gründe für den Kauf sind aber natürlich unterschiedlich. Während erstere speziell für das Lesen von elektronischen Büchern entwickelt wurden, können letztere für alles möglich verwendet werden. Eine dieser vielseitigen Möglichkeiten des Tablets ist das Lesen. Aus diesem Grund will ich in diesem Artikel beschreiben, wie man E-Books auf dem Tablet lesen kann und was es dabei zu beachten gibt. Wir starten dabei mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen beiden Geräten.

Unterschiede zwischen E-Book-Reader und Tablet

Dass es Unterschiede zwischen E-Book-Readern und Tablets gibt, liegt auf der Hand. Wären beide dasselbe, hätten sich E-Book-Reader nicht wirklich durchgesetzt. Im Prinzip kann man einen E-Reader als eine Art abgespecktes Tablet bezeichnen, das auf das Lesen von E-Books spezialisiert ist. Ein E-Book-Reader hat einige Vorteile, auf die ich im Folgenden näher eingehe (und auch auf den umgekehrten Fall).

E-Books auf dem Tablet lesen

E-Book-Reader haben einige Vorteile gegenüber einem Tablet.

Welche Vorteile hat der E-Book-Reader gegenüber dem Tablet?

Was das Lesen betrifft, liegen einige Vorteile des Readers auf der Hand. Die folgenden sehe ich als die wichtigsten an:

  • Bildschirm/eInk-Technologie: Die eInk-Technologie ist heute in E-Readern weit verbreitet und bietet wohl den größten Vorteil, den ein solches Gerät hat. Das Lesen ist dem Lesen eines gedruckten Buchs nachempfunden.
  • Geringerer Stromverbrauch: Dies hängt unmittelbar mit der oben erwähnten eInk-Technologie zusammen. Beim Tablet ist die Hintergrundbeleuchtung während des Lesens immer aktiv. Selbst ohne große Ablenkung durch andere Apps verbrauchen wir hier im Gegensatz zum E-Book-Reader also mehr Strom beim Lesen.
  • Geringere Größe und Gewicht: Auch wenn die ersten E-Book-Reader den ersten Tablets zum Verwechseln ähnlich sahen und teilweise noch recht klobig wirkten, sind moderne Reader deutlich kleiner und auch sehr leicht.
  • Speicherplatz: Ein Tablet hat zwar auch einiges an Speicherplatz, allerdings wird dieser ja auch von anderen Dateien wie Fotos, Musik oder Textdateien in Anspruch genommen. Zudem benötigen die Apps einiges an Speicher. Beim E-Reader hingegen fehlen diese Dinge. Der Speicherplatz steht für E-Books und evtl. Hörbücher zur Verfügung, falls der Reader über eine solche Funktion verfügt.
  • Weniger Ablenkung: Zwar kann ich natürlich auch beim Tablet den Flugmodus anschalten, allerdings gibt es dort allgemein einfach deutlich mehr Ablenkung. Bei der Vielfalt an Dingen, die man mit einem Tablet machen kann, ist das ja auch kein Wunder.

Welche Vorteile hat das Tablet gegenüber dem E-Book-Reader?

Was des Lesen von E-Books an sich betrifft, hat das Tablet natürlich keine Vorteile gegenüber dem Reader, der ja exakt dafür entwickelt wurde. Wir müssen uns daher hier auf allgemeine Punkte beschränken.

  • Zusätzliche Funktionalität: Das Tablet wird für alle möglichen Dinge genutzt, vom Internetsurfen über das Arbeiten bis hin zum Fotos machen. Daher hat ein Tablet allgemein gesprochen natürlich eine höhere Funktionalität als ein E-Book-Reader. Es kann für einige Menschen den PC bzw. Laptop komplett ersetzen.
  • Preisersparnis bei nur einem Gerät: Dieser Punkt spricht ebenfalls für sich. Wenn ich ein Tablet für alles mögliche verwende, unter anderem auch zum Lesen, spare ich natürlich das Geld für die anderen Geräte. Allerdings gibt es auch wirklich gute E-Book-Reader zum kleinen Preis.
  • Farbiges Display: Dies kann beim Lesen von E-Books ein Vorteil sein. Manche E-Books haben zusätzliche Funktionalität wie (farbige) Bilder oder Videoclips. In diesen Fällen bietet ein Farbdisplay Vorteile. Allerdings sind solche E-Books selten.

Was haben Tablet und E-Reader gemeinsam?

Bei den Gemeinsamkeiten von Tablet und E-Book-Readern fällt zumindest mir zuerst die Form und Größe ein. Allerdings ist das zumindest bei der Größe nicht mehr notwendigerweise der Fall. Es gibt zwar auch bei Tablets verschiedene Größen, allerdings hat sich dort relativ wenig verändert. E-Reader hingegen sind im Laufe der Jahre tendenziell kleiner und leichter geworden.

Trotzdem sind sich beide Geräte was die Form betrifft natürlich noch sehr ähnlich. Es handelt sich bei beiden um flache Geräte mit Touchpad, die größer sind als ein Smartphone.

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Wie kann ich E-Books auf dem Tablet lesen?

Wenn Sie sich nun (vorerst) gegen einen E-Book-Reader entscheiden, aber trotzdem E-Books auf dem Tablet lesen wollen, gibt es nun ein paar Tipps für Sie. Denn auch wenn ein Reader einige Vorteile hat, will oder kann nicht jeder Geld für ein zusätzliches elektronisches Gerät ausgeben.

Wie bei Smartphones können wir auch bei Tablets grob gesagt zwischen zwei Betriebssystemen unterscheiden: Android (von Google) und iOS (von Apple). Die Tablets von Apple werden bekanntermaßen iPads genannt.

Was Tablets betrifft, ist Apple im Gegensatz zu Smartphones klarer Marktführer. Während bei Smartphones Android-Geräte mehr als doppelt so häufig gekauft werden wie iPhones, haben bei den Tablets eindeutig iPads die Nase vorne. Das geht so weit, dass der Begriff iPad gerne als Synonym für Tablet verwendet wird, selbst wenn es sich um einen anderen Hersteller handelt. Wir kennen das etwas eingeschränkt aus der Welt der E-Books. Hier werden E-Reader gerne mal als Kindle bezeichnet, selbst wenn es sich gar nicht um einen Kindle handelt. Dies aber nur am Rande.

E-Books auf Android-Tablets lesen

Die beiden größten und bekanntesten E-Book-Marken, Kindle und Tolino, stellen beide kostenlose Apps für Android-Geräte zur Verfügung.

Google Play: Link Kindle App | Link Tolino App

Hier und auch bei Apple sollte dazu gesagt werden, dass diese Apps das Lesen von E-Books auf dem Tablet ermöglichen, allerdings das Lesen trotzdem anders ist als auf dem E-Book-Reader. Die Apps erleichtern also das Herunterladen und Lesen, man liest aber trotzdem wie auf dem Tablet. Durch Apps wie Blaulicht-Filter kann das Lesen Augenschonender gestaltet werden, allerdings ersetzen diese Apps keinen eInk-Bildschirm.

Zu Unterschieden zwischen Kindle und Tolino, siehe auch Vor- und Nachteile von Kindle sowie Vor- und Nachteile von Tolino.

E-Books auf dem iPad lesen

Auch im Apple-Store werden die beiden oben genannten Apps für das iPad zur Verfügung gestellt:

App Store: Link Kindle App | Link Tolino App

Apple ist aber auch selbst im E-Book-Geschäft aktiv. Hierfür gibt es die bereits vorinstallierte App Apple Books (früherer Name: iBooks). Diese App dient sowohl als Reader-App als auch als Shop, über den E-Books bezogen werden können. Mit Apple Books können E-Books in den Formaten EPUB und PDF sowie dem Apple-internen iBooks-Format dargestellt werden.

Onyx Boox als Mischung zwischen Tablet und E-Book-Reader?

Zu guter Letzt will ich noch auf eine Marke aufmerksam machen, die noch weniger bekannt ist, allerdings eine gute Alternative darstellen könnte. Onyx Boox ist ein chinesischer Hersteller, der neuerdings Geräte entwickelt, die man als Mischung zwischen E-Book-Reader und Tablet ansehen kann.

Die Geräte basieren auf dem Android-Betriebssystem und haben den Vorteil, dass die eInk-Technologie vorhanden ist. Man könnte es also als ein Tablet ansehen, auf dessen Bildschirm es sich lesen lässt wie in einem normalen Buch.

Ich selbst habe noch keine Erfahrung mit diesem Hersteller und den Geräten. Wer sich näher dafür interessiert, kann sich den Artikel zu diesem Thema im Bayreuther Tagblatt anschauen, auf den ich bei der Recherche gestoßen bin.

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Zusammenfassung und Fazit

Tablets können durchaus zum Lesen von E-Books genutzt werden, auch wenn sie nicht speziell darauf ausgerichtet sind. Ob man diesen Weg gehen will, hängt von persönlichen Vorlieben ab.

Wenn Sie viele E-Books lesen und speziell für diesen Zweck ein Gerät erwerben wollen, würde es keinen großen Sinn ergeben, dafür ein Tablet zu kaufen. Ein E-Book-Reader ist für das Lesen deutlich besser geeignet, das Lesen ist einfacher und das Gerät etwas handlicher. Wenn Sie allerdings nur hin und wieder mal ein E-Book lesen wollen und sich nicht extra dafür ein weiteres Gerät leisten wollen oder können, ist ein Tablet eine gute Alternative.

Günstige E-Book Reader für unter 120 Euro

Einer der Vorteile von E-Books gegenüber herkömmlichen Büchern ist der meistens geringere Preis. Das hängt vor allem mit den wegfallenden Druckkosten zusammen. Allerdings ist das erst einmal nur die halbe Wahrheit. Denn während ein gedrucktes Buch das Medium an sich ist, benötigt man zum Lesen eines E-Books noch ein Gerät, auf dem man das Buch lesen kann. Aus diesem Grund will ich hier drei vergleichsweise günstige E-Book-Reader für unter 120 Euro vorstellen.

Zum Lesen eines E-Books benötigt man natürlich nicht unbedingt einen E-Book-Reader. Mittels speziellen Apps und Programmen können wir es auch auf dem PC, Tablet oder Smartphone lesen. Allerdings hat ein spezieller E-Book-Reader einige Vorteile gegenüber diesen Geräten. Ein neues und modernes Gerät kostet gerne mal um die 200 Euro oder mehr. Nicht jeder kann oder will aber so viel Geld ausgeben und sucht daher eher nach einem E-Book-Reader zum kleinen Preis.

Kleiner Preis ist hier natürlich relativ. Einen Reader für 50 Euro zu kaufen ist unrealistisch, es sei denn, er ist gebraucht. Zudem sollte es sich nicht um ein ganz altes Gerät handeln, das keine der neueren Funktionen hat. Eine gute Grenze würde ich hier bei 120 Euro ansetzen. Für diesen Preis oder leicht darunter kann man von preiswerten E-Book-Readern ausgehen, die aber trotzdem recht modern sind und einige Funktionen besitzen.

Drei preiswerte E-Book Reader

Unter den oben genannten Kriterien (unter 120 Euro, aber doch recht modern) habe ich mir hier drei Modelle herausgesucht, die eine gute Alternative darstellen. Es handelt sich um E-Book-Reader von drei verschiedenen Herstellern: Kindle (Amazon), Tolino und PocketBook.

Weiter unten gibt es auch eine Tabelle zum Vergleich. Dort liste ich einige der Eigenschaften eines E-Book-Readers auf, die vor dem Kauf beachtet werden können oder sollten.

Amazon Kindle (16 GB) – mit oder ohne Werbung

Den Kindle (16 GB) aus dem Jahr 2024 gibt es mit oder ohne Werbung. Beide kosten weniger als 120 Euro. Werbung bedeutet hier, dass im Ruhemodus und auf dem Sperrbildschirm Werbung angezeigt wird (allerdings nicht während des Lesens). Wie zu erwarten ist die Variante mit Werbung etwas günstiger (109,99 EUR im Vergleich zu 119,99 EUR).

Der Amazon Kindle (16 GB) gehört zu den günstigen E-Book-Readern für unter 120 Euro

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Wie der Name bereits sagt, ist auf diesem Gerät Speicherplatz von 16 Gigabyte vorhanden. Das ist ein guter Wert für diese Preiskategorie. Die Laufzeit beträgt bis zu sechs Wochen mit einer Akkuladung. Hier muss dazu gesagt werden, dass es sich um bestimmte Merkmale und Einstellungen wie eine bestimmte Helligkeit und eine Nutzung von 30 Minuten pro Tag handelt, für die dieser Wert gemessen wurde. Bei anderer/längerer Nutzung ändert sich auch die maximale Nutzungsdauer mit einer Akkuladung. Das gilt natürlich für alle Geräte und nicht nur für dieses.

Siehe auch: Vor- und Nachteile von Kindle

Tolino Shine (2024)

Der Tolino Shine ist sowohl was Preis als auch was andere Merkmale betrifft vergleichbar mit dem oben beschriebenen Kindle. Auch er kam im Jahr 2024 auf den Markt, was hier schon am Namen ersichtlich ist. Dieser Reader ist für 119,00 EUR erhältlich.

Auch der Tolino Shine 2024 ist recht günstig

Der Shine verfügt ebenfalls über 16 Gigabyte Speicherplatz und wiegt 173 Gramm. Das ist etwas schwerer als der Amazon Kindle (16 GB) mit 158 Gramm. Beide sind aber ziemlich leicht. Allgemein kann man sagen, dass das Gewicht bei halbwegs modernen E-Book-Readern kein Problem mehr darstellt und vernachlässigbar ist.

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Für die maximale Nutzungsdauer mit einer Akkuladung wurde kein genauer Wert angegeben, sie liegt aber bei mehreren Wochen.

Siehe auch: Vor- und Nachteile von Tolino


PocketBook Basic Lux 4

PocketBook gehört auch zu den größeren Herstellern von E-Book-Readern, auch wenn die Marke nicht ganz so bekannt ist wie Kindle oder Tolino.

Der PocketBook Basic Lux 4 ist eine preiswerte Alternative zu Kindle und Tolino

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Im Vergleich zu den oben genannten Modellen der Konkurrenz steht hier „nur“ ein Speicherplatz von 8 GB zur Verfügung. Sollte dieser nicht ausreichen, kann der Speicher aber später erweitert werden (was nicht immer der Fall ist). Ein weiterer kleiner Nachteil ist, dass hier kein Wasserschutz vorhanden ist. Ob Ihnen das wichtig ist, müssen Sie selbst entscheiden.

Auch die Auflösung ist etwas geringer. Dafür liegt hier ebenfalls die moderne eInk-Technologie (auch elektronische Tinte genannt) vor. Die maximale Nutzungsdauer nach dem Aufladen liegt bei etwa vier Wochen.

Der PocketBook Basic Lux 4 kann Standardformate wie EPUB, MOBI, PDF aber auch die mit Amazon bzw. Kindle verbundenen Formate AZW oder AZW3 lesen. Man könnte daher sagen, dass dieser E-Reader was die Dateiformate betrifft eine Mischung aus Kindle und Tolino darstellt.

Vergleichstabelle der drei Alternativen (Kindle, Tolino, PocketBook)

Die folgende Tabelle dient als kleiner Vergleich verschiedener Eigenschaften der oben erwähnten Geräte. Beim Preis muss ich natürlich dazu sagen, dass dieser je nach Händler schwanken kann. Bei verschiedenen Vergleichsportalen können Sie sich daher selbst ein Bild über die verschiedenen Preise machen.

Die Abmessungen liegen im Format Länge / Breite / Dicke vor und sind jeweils in Millimeter angegeben.

Funktion Kindle (16 GB) Tolino Shine (2024) PocketBook Basic Lux 4
Speicherplatz 16 GB 16 GB 8 GB
Max. Laufzeit bis 6 Wochen mehrere Wochen 1 Monat
Auflösung 300 ppi 300 ppi 212 ppi
Gewicht 158 g 173 g 155 g
Abmessungen 157,8 x 108,6 x 8,0 160 x 112 x 9,1 161,3 x 108 x 8
Erscheinungsjahr 2024 2024 2023
Preis 109,99 € / 119,99 € 119 € 109 €
eInk Ja Ja Ja
Wasserschutz Ja Ja Nein
RAM 512 MB 512 MB 512 MB
Graustufen 16 16 16
WLAN Ja Ja Ja
Speichererweiterung Nein Nein Ja
Onleihe Ja Ja Ja

Fazit zu günstigen E-Book-Readern für unter 120 Euro

Die drei oben aufgelisteten Modelle bieten einen guten Einstieg für Neulinge, was E-Books betrifft. Wenn ich mich zwar für die E-Book-Technologie interessiere und die Vorteile von E-Books zur Kenntnis genommen habe, mir aber noch nicht sicher bin, ob ich auch wirklich langfristig dabei bleibe, will ich verständlicherweise erst einmal keine Unmengen für ein solches Gerät ausgeben.

Kaufe ich aber ein gebrauchtes Uralt-Gerät für einen sehr kleinen Preis, hat das auch einige Nachteile. Die neueren Entwicklungen kamen bei den früheren Modellen noch nicht so sehr zum tragen, die Akkulaufzeit ist häufig gering und die Geräte sind an sich relativ schwer und klobig.

Daher ist es gut, einen Zwischenweg zu haben. Es gibt durchaus recht günstige E-Book-Reader, die trotzdem technisch einiges hermachen. Natürlich verliert man bei der Preisersparnis auch manche der Vorteile der modernsten E-Book-Reader. Die Nachteile wiegen meiner Meinung nach die Vorteile gerade für Einsteiger aber nicht auf.

Alle drei Geräte basieren auf der eInk-Technologie, was sehr wichtig ist. Der PocketBook fällt was den Speicherplatz betrifft im Vergleich zu den anderen beiden Readern etwas ab. Allerdings ist der Speicherplatz erweiterbar. Alle drei Modelle sind leicht und kompakt und daher für unterwegs geeignet.

10 Klassiker zum Minipreis als E-Book

Im Artikel 5 Vorteile von E-Books haben wir bereits gesehen, dass der (in der Regel) niedrigere Preis einer der größten Vorteile von E-Books im Vergleich zu gedruckten Büchern ist. Es ist daher interessant, die Preise vorher zu vergleichen. Der Hauptgrund für die Preisunterschiede sind natürlich die fehlenden Druckkosten.

Bei Klassikern kommt noch ein anderer Grund hinzu, der auch für gedruckte Bücher gilt, sich aber bei E-Books noch mehr widerspiegelt. Diesen habe ich hier bereits im Artikel Kostenlose E-Books erwähnt, daher hier noch einmal das Zitat aus §64 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG):

Das Urheberrecht erlischt siebzig Jahre nach dem Tode des Urhebers

Klassiker haben nun einmal die Eigenschaft, dass sie vor längerer Zeit geschrieben wurden und die Autoren bereits vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten verstorben sind. Daher kann man manche Bücher sogar umsonst oder zu einem geringen Preis zum Download anbieten (bei einem gedruckten Buch würden ja trotzdem die Druckkosten entstehen). Daher will ich hier zehn Klassiker erwähnen, die als E-Book allesamt weniger als 2 Euro kosten.

10 Klassiker zum Minipreis als E-Book

Die folgenden Verlinkungen sind allesamt Amazon-Affiliate-Links. Sollten Sie eines der Bücher über einen solchen Link bestellen, erhalte ich einen kleinen Prozentsatz des Kaufpreises als Provision (aufgrund des geringen Preises hier nur wenige Cent). Für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Die Preise beziehen sich jeweils auf Stand August 2024 und können sich gegebenenfalls im Laufe der Zeit ändern.

Die Verwandlung (Franz Kafka)

Die Verwandlung von Franz Kafka ist ein recht kurzes Buch, das auch heute noch an Schulen gelesen wird. Der Hauptprotagonist Gregor Samsa verwandelt sich über Nacht in ein „großes Ungeziefer“ (eine Art Käfer). Wie auch beim nächsten Buch wurde dafür der Begriff „kafkaesk“ erfunden.

E-Book: 0,49 €, Taschenbuch: 4,79 €, Gebundenes Buch:  12,80 €

Der Prozeß (Franz Kafka)

Der Prozeß beschreibt die Geschichte des Prokuristen Josef K., der eines Morgens verhaftet wird, ohne zu wissen, warum. Er kann dies auch im Laufe des Jahres nicht herausfinden und gerät in ein skurriles Justizsystem, aus dem er kein Entkommen findet.

E-Book: 0,99 €, Taschenbuch: 4,79 €, Gebundenes Buch:  4,95 €

Wilhelm Tell (Friedrich Schiller)

Wilhelm Tell beschreibt die Geschichte des gleichnamigen Schweizer Freiheitskämpfers, der sich nicht unterwerfen will und den sinnlosen Gruß des Gesslerhuts verweigert und schließlich den Tyrannen besiegt.

E-Book: 0,49 €, Taschenbuch: 4,79 €, Gebundenes Buch:  13,98 €

Die Räuber (Friedrich Schiller)

In Die Räuber wird das Leben zweier Brüder geschildert, einer gerecht, intelligent und beliebt, einer hinterlistig, eifersüchtig und ungeliebt. Der „gute Bruder“ wird aufgrund einer List seines Bruders zum Räuber und Verbrecher, woran letztendlich auch seine Geliebte zerbricht.

E-Book: 0,49 €, Taschenbuch: 4,59 €, Gebundenes Buch:  4,95 €

Faust: Der Tragödie erster und zweiter Teil (Johann Wolfgang von Goethe)

Den Faust haben im Laufe der Zeit viele Schüler in der Schule gelesen. In dieser Version sind sowohl der erste als auch der zweite Teil enthalten.

E-Book: 0,49 €, Taschenbuch: 9,80 €, Gebundenes Buch:  10,00 €

Die Leiden des jungen Werther (Johann Wolfgang von Goethe)

Die Leiden des jungen Werther hat die Menschen nach seinem Erscheinen (und teils auch noch heute) ziemlich aufgerüttelt. Der Werther verliebt sich unglücklich in eine vergebene Frau und sieht am Ende den Selbstmord als einzige Erlösung seines Leidens. Von dem Buch ist der sogenannte Werther-Effekt abgeleitet.

E-Book: 0,99 €, Taschenbuch: 3,85 €, Gebundenes Buch:  7,00 €

Unterm Rad (Hermann Hesse)

Unterm Rad hat teilweise autobiographische Züge, denn auch Hermann Hesse wurde von seinen Eltern als Jugendlicher auf die Klosterschule Maulbronn geschickt, rebellierte dort und wurde der Schule verwiesen. Vieles von seinen Erfahrungen findet sich in diesem Buch wieder. Der Hauptprotagonist gerät „unters Rad“ aus den Erwartungen seines Vaters und anderer Personen, während er selbst zu kurz kommt.

E-Book: 1,99 €, Taschenbuch: 24,03 €, Gebundenes Buch:  28,98 €

Hier muss ich allerdings sagen, dass ich nicht verstehe, warum die Preise für die gedruckten Versionen bei Amazon so hoch sind. Ich habe das Buch für weniger als 10 Euro im Buchhandel gesehen.

Siddhartha (Hermann Hesse)

Siddharta ist ein recht spirituelles Buch und beschreibt den Weg eines jungen Brahmanen-Sohns, der auszieht um selbst zur Erkenntnis zu gelangen. Das Buch plädiert dafür, den eigenen Weg zu suchen und eigene Erfahrungen zu machen, anstatt blind den Lehren anderer Personen zu folgen.

E-Book: 0,99 €, Taschenbuch: 9,00 €, Gebundenes Buch:  16,00 €

Der Untertan (Heinrich Mann)

Der Untertan beschreibt die Unterwürfigkeit und Obrigkeitshörigkeit des Hauptprotagonisten Diederich Heßling gegenüber Wilhelm II., dem letzten Deutschen Kaiser. Das Buch war bei seinem Erscheinen natürlich umstritten und zeigt gut auf, was das Streben nach Macht und Speichelleckerei so alles mit einem Menschen anrichten kann.

E-Book: 0,89 €, Taschenbuch: 5,80 €, Gebundenes Buch:  6,95 €

Die Welt von Gestern (Stefan Zweig)

Bei Die Welt von Gestern handelt es sich natürlich streng genommen nicht um einen Klassiker, auch wenn der Autor an der Schule gelesen wird. Das Buch ist autobiographisch geschrieben und beschreibt die Gesellschaft, wie sie in zwei Weltkriege schlitterte.

E-Book: 0,99 €, Taschenbuch: 8,99 €, Gebundenes Buch:  19,71 €



Was versteht man unter eInk?

Wer sich über Merkmale und Eigenschaften von E-Book-Readern informiert, stößt dort in der Regel auf den Begriff eInk oder E-Ink (oder ePaper / E-Papier). Aber was verbirgt sich hinter diesem Begriff und warum handelt es sich hier um eine wichtige Eigenschaft? Diese Fragen will ich in diesem Artikel beantworten.

Was ist eInk?

Der Begriff eInk ist, wie viele Begriffe zum Thema E-Books und auch E-Book / eBook selbst, ein zusammengesetzter Begriff. Das e steht auch hier für elektronisch. Ink ist das englische Wort für Tinte oder Druckfarbe. Zusammengesetzt könnte man eInk also als elektronische Tinte bezeichnen. Statt Tinte wird häufig auch von Papier gesprochen, also ePaper oder im Deutschen E-Papier. Elektronisches Papier ist auch der Titel des zugehörigen Wikipedia-Artikels.

Elektronische Tinte hört sich nun erst einmal seltsam an. Hinter diesem Begriff verbirgt sich aber eine sehr interessante Technik, die in den meisten neueren E-Book-Readern vorhanden ist (zum Beispiel beim Kindle Paperwhite*) und auch beim Publikum immer beliebter wird. Sie wird teilweise auch abseits von E-Books, zum Beispiel bei Computer-Monitoren, Smartphones oder auch digitalen Armbanduhren eingesetzt.

Grob gesagt wurde die Technik dafür entwickelt, dass der Text auf einem elektronischen Bildschirm so aussieht, wie gedruckter Text (Tinte) auf Papier. Die Anzeige eines E-Books auf einem E-Book-Reader ähnelt also dem Lesen eines gedruckten Buchs.

Wie funktioniert die eInk-Technik?

Unterhalb der Bildschirmoberfläche befinden sich Millionen sehr kleiner runder Kapseln, die etwa einen Durchmesser von 40μm (Mikrometer) haben. Ein Mikrometer ist ein Tausendstel (1/1000) Millimeter. Man kann sich also vorstellen, wie klein diese Kapseln sind. Innerhalb dieser Kapseln befinden sich nun weiße und schwarze Partikel. Diese Partikel sind elektrisch geladen, die weißen positiv und die schwarzen negativ.

Wirkt nun eine elektrische Spannung auf diese Kapseln, wandern entweder die schwarzen oder die weißen Partikel nach oben. Die schwarzen Partikel bilden dann die Schrift, die wir auf dem Bildschirm sehen. Befinden sich die Kapseln einmal an einer Stelle, bleiben sie auch dort, bis wieder eine andere Spannung wirkt. Dies geschieht beim „Umblättern“ der Seiten, wenn wir von einem E-Book-Reader reden. Aufgrund dieser Eigenschaft ist die eInk-Technologie energiesparend.

Veranschaulichung der eInk-Technik
Veranschaulichung der eInk-Technik. Quelle: Wikimedia Commons

Dies ist eine eher grobe Beschreibung. Ich wollte diesen Absatz allerdings nicht in einen größeren physikalischen Exkurs ausarten lassen. Auf Youtube gibt es ein interessantes Video: Electronic Paper – See What Happens

Vorteile von E-Papier / E-Ink

  • Lesen ist bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen der Umgebung möglich, auch bei Sonnenschein. Während es bei ursprünglichen Monitoren sehr schwierig ist, bei Sonneneinstrahlung auf dem Bildschirm noch etwas zu erkennen, funktioniert das mit E-Papier problemlos. Das Licht wird reflektiert wie bei normalem Papier. Das war ja auch die Grundidee hinter dieser Technik.
  • Aufgrund der oben beschriebenen Technik ist E-Papier sehr energiesparend. Strom wird nur benötigt, wenn die Seite gewechselt wird und sich das Bild verändert. Dadurch hält der Akku auch länger und man kann für längere Zeit lesen, ohne diesen aufladen zu müssen.
  • Für die Technik mit den Mikropartikeln wird nicht besonders viel Platz benötigt. Daher können Bildschirme und Lesegeräte mit E-Papier-Technologie sehr dünn hergestellt werden und sind auch sehr leicht. Im Vergleich zu traditionellen E-Book-Readern gibt es hier also noch einmal einen zusätzlichen platzsparenden Effekt.
  • Besser für die Augen: Viele Menschen kennen das Gefühl, wenn nach stundenlanger Arbeit am Bildschirm die Augen ermüden. E-Papier ist deutlich schonender für die Augen als herkömmliche Bildschirme. Es wird keine Hintergrundbeleuchtung benötigt und das Licht wird wie bei einem gedruckten Buch reflektiert.

Zudem gelten hier natürlich die üblichen Vorteile von E-Books allgemein, auch wenn diese nicht direkt auf der eInk-Technik beruhen.

Nachteile von E-Papier / E-Ink

  • Es kann beim Umblättern gegebenenfalls ein sogenanntes Ghosting auftreten. Darunter versteht man, dass beim Umblättern einer Seite und damit bei Änderung des Bildes noch Reste des vorherigen Bildes auf dem Bildschirm zurückbleiben können. Dies wird auch als Geisterbild bezeichnet. Mit der Weiterentwicklung der Technik und bei modernen E-Book-Readern wird dieses Problem aber immer geringer und vernachlässigbarer.
  • Eingeschränktes Farbspektrum: Weiter oben haben wir gesehen, dass E-Ink (in der Regel) mit weißen und schwarzen Partikeln funktioniert. Das bedeutet, dass das Farbspektrum natürlich sehr eingeschränkt ist. Für E-Books ist das im Allgemeinen kein Problem, da es wie bei einem normalen Buch in den meisten Fällen schwarze Schrift auf weißem Untergrund ist. Allerdings gibt es mittlerweile auch Farbdisplays mit eInk-Technologie.
  • Mit der fortgeschrittenen Technik geht oftmals auch ein höherer Preis einher. Wer die E-Papier-Technik bevorzugt, wird dafür i.d.R. auch etwas tiefer in die Tasche greifen müssen.

Fazit

Es hat durchaus seinen Grund, warum die E-Papier- bzw. E-Ink-Technik immer beliebter wird. Die Vorteile überwiegen hier meiner Meinung nach klar die Nachteile. Nachdem die Technologie noch vor einiger Zeit vor allem für Fans von E-Books interessant war, setzt sie sich auch in anderen Bereichen immer mehr durch. So gibt es normale Computer-Monitore oder Smartphones, bei denen diese Technik eingesetzt wird.

Die weitere Entwicklung wird interessant zu verfolgen sein. Die Verbesserungen haben bisher schon einiges gebracht und eine weitere Entwicklung wird bestimmt stattfinden.

 

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5 Vorteile von E-Books

Heute, wo es einige technologische Weiterentwicklungen gibt, stehen viele Menschen vor der Wahl zwischen konventionellen (analogen) und digitalen Produkten. Dazu gehören „normale“ gedruckte Bücher und eBooks. Die Qualität eine Buches ändert sich natürlich nicht dadurch, ob man es als Hardcover, Taschenbuch,  E-Book (oder Hörbuch) liest bzw. hört. Trotzdem haben E-Books einige Vorteile. 5 Vorteile von E-Books will ich in diesem Artikel beschreiben.

Vorteile von E-Books im Vergleich zu analogen Büchern

Sowohl E-Books als auch gedruckte Bücher haben Vorteile.

Vorteile von E-Books

1) Niedriger Preis

E-Books sind in der Regel (oft deutlich) günstiger als gebundene Bücher und auch Taschenbücher. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, da keine Druckkosten entstehen. Wer ein E-Book im Selbstverlag veröffentlicht, spart auch an anderen Stellen. Zwar geht auch hier Geld an den Anbieter, allerdings sind die Kosten niedriger als bei einem Verlag. Denn dieser übernimmt ja alles, z.B. die Werbung. Die niedrigeren Kosten spiegeln sich dann häufig im niedrigeren Preis des E-Books wieder.

Als Beispiel will ich hier das Buch „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ anführen. Auf Amazon* kostet das Hardcover 28 Euro, das Taschenbuch 15 Euro und das E-Book 9,99 Euro. Manche E-Books sind sogar kostenlos, wie z.B. bei Projekt Gutenberg.

2) Platz- bzw. Raumersparnis

Auch dieser Vorteil von E-Books leuchtet direkt ein. Wer beispielsweise 100 Bücher besitzt, muss diese in der analogen Form auch alle einzeln unterbringen. Bei wenig Wohnraum kann das schon einmal problematisch werden. Natürlich sieht ein gefülltes Bücherregal in der Wohnung auch toll aus. Das ist dann eher ein Vorteil des gedruckten Buchs. Allerdings muss es ja nicht zwangsläufig nur das Eine oder das Andere sein. Ich persönlich habe z.B. sowohl einige gedruckte Bücher als auch E-Books.

Bei E-Books hingegen spielt es (abgesehen vom Speicherplatz) keine Rolle, ob man 10, 100 oder 1000 Bücher besitzt. Sie alle haben auf einem Gerät Platz. Moderne E-Book-Reader haben oft so viel Speicherplatz, dass man sich darüber keine Sorgen machen muss.

3) Geringeres Gewicht

Zwar sind Taschenbücher i.d.R. ebenfalls leicht, aber vor allem Sach- und Lehrbücher können durchaus sehr schwer sein. Ein Lexikon als E-Book ist nicht nur einfacher zu bedienen, man zieht sich dabei auch keinen Bandscheibenvorfall zu. Vor allem eBook-Reader der neueren Generationen sind sehr leicht und handlich.

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4) Mehr Auswahl

Wer Bücher nicht über einen Verlag, sondern wie oben erwähnt durch Selbstverlag veröffentlichen will, macht dies häufig nur in Form eines E-Books. Für den Autor hat das den Vorteil, dass man keine Druckkosten übernehmen muss und somit kein Risiko eingeht. Daher sind manche Bücher auch nur als E-Book und nicht in ihrer analogen Form erhältlich. Bei E-Books gibt es also eine größere Auswahl. Manche Autoren bieten ihre Bücher auch nur noch in der digitalen Form an, da es einfacher für sie ist.

5) Oftmals zusätzliche Funktionen

E-Book-Reader bieten i.d.R. zusätzliche Funktionen (siehe Merkmale und Eigenschaften von E-Book-Readern). Beispielsweise können Textstellen unterstrichen und eigene Kommentare hinzugefügt werden. Natürlich könnte man dies auch bei einem gebundenen Buch machen. Allerdings sind die Markierungen dort dauerhaft. Bei E-Book-Readern (oder z.B. auch PDF-Dateien) können sie beliebig entfernt oder geändert werden.

Außerdem kann oft die Schriftgröße individuell gewählt werden. Wer z.B. schlechte Augen hat, kann die Schrift vergrößern und muss sich nicht quälen, um ein Buch zu lesen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Wörterbücher in E-Book-Reader integriert sind. Liest man also ein Buch nicht in der Muttersprache, kann mit einem einfachen Klick die Übersetzung angezeigt werden. Bei einem gebundenen Buch muss man dagegen ein weiteres Buch oder ein Online-Wörterbuch zu Rate ziehen.

Fazit

Wir haben gesehen, dass es einige Vorteile von E-Books gibt. Es gibt natürlich weitere als die fünf hier beschriebenen. Aber auch gedruckte Bücher haben natürlich Vorteile. Im Endeffekt ist es Geschmackssache und von Person zu Person unterschiedlich. Wie oben bereits erwähnt, besitze ich selbst eine Kombination aus beiden Formaten.

 

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